Ich bin nicht kreativ!

Blockaden überwinden - aber wie?


Kreativität ist allgegenwärtig - beim Malen, beim Schreiben, beim Dekorieren, beim Gestalten. Nun gut, das sind die Offensichtlichen. Aber auch beim Aufstehen, Anziehen, Einkaufen, Busfahren, ja selbst Brot schmieren ist sie da.

Kreativität wird viel zu oft auf den gestalterisch-künstlerischen Aspekt beschränkt, dabei zieht sie sich durch alle Bereiche des Lebens. Man könnte Kreativität auch mit "flexiblem Denken" oder "Problemlösungsstrategie" übersetzen. Deshalb ist es auch so wichtig, Kindern und Heranwachsenden Raum und Möglichkeiten zu geben, wirklich kreativ zu sein. Nur wenn der Mensch in frühen Jahren ein umfangreiches Erfahrungswissen aufbauen darf, kann sich die Grundlage für ein entspanntes, zufriedenstellendes und vor allem resilientes Leben als Erwachsener bilden.

 

Nun ist es so, dass Kinder von Natur aus hochkreative Wesen sind - immerhin alles auf dieser Welt ist neu für sie und es gilt, das alles zu entdecken und zu erforschen. Laut einer Studie gelten etwa 98% der Fünfjährigen als hochkreativ - bei uns Erwachsenen sind es - im Vergleich - nur noch 2%. Das heißt, irgendwo mit den Jahren geht die Kreativität. Zwar nicht einfach so, aber der Hintergrund würde hier den Rahmen sprengen [nur kurz: unser Gehirn wird auf Leistungs- und Ergebnisoptimierung trainiert; Feinde des kreativen Geistes]. Jedenfalls lautet die Quintessenz: Kreativität fördern, aber richtig! Man kann nicht "nach Anleitung kreativ sein", denn Weg und Ziel sind ja bereits vorgegeben. Die meisten von uns aber verlernen - zumindest von Zeit zu Zeit - auf ihre ganz eigene, ihnen innewohnende kreative Kraft zu vertrauen.

Was aber tun, wenn es mal wieder hängt, ziept, quietscht oder stockt?  Leider gibt es keinen Zaubertrick, den wir anwenden können. Aber wir können - jede*r für sich - seinen ganz eigenen "Zauberkoffer" zusammenstellen und ihn mit Dingen füllen, die uns aus festgefahrenen Denkmustern und kreativen Blockaden befreien. Hierfür habe ich eine Reihe an kleinen Übungen zusammengestellt, die kurz-, mittel- und langfristig dafür sorgen können, dass Du deinen kreativen Kern [wieder]entdeckst und auch nicht so schnell wieder aus den Augen verlierst! Oder auf die Du immer wieder zurückgreifen kannst, wenn Du es gerade brauchst. Ich lade Dich ein, Dich durch die verschiedenen Techniken und Methoden zu probieren, um die zu finden, die für Dich persönlich funktionieren. Manche gehen vielleicht gar nicht, manche funktionieren sofort und anderen musst Du vielleicht mehrere Chancen einräumen und sie auf verschiedene Weisen testen.

Lass Dich jedoch nicht entmutigen, wenn es nicht sofort klappt und die Muse noch etwas auf sich warten lässt. Kreativität ist außerdem ein Prozess, dem wir auch oft zu wenig geben, was unumgänglich dafür nötig ist: Zeit.

» WENN MAN GENÜGEND SPIELT,
SOLANGE MAN KLEIN IST,

DANN TRÄGT MAN SCHÄTZE MIT SICH HERUM,
AUS DENEN MAN SPÄTER
SEIN GANZES LEBEN SCHÖPFEN KANN.
«

- Astrid Lindgren



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