Was deine widerstandsfähigkeit fördert

"Resilienz ist das Immunsystem unserer Seele"


7 SÄULEN DER RESILIENZ

1. Selbstwirksamkeit und Übernahme von Verantwortung

Oder: Opferrolle verlassen. Wer sich als Opfer äußerer Umstände sieht, fühlt sich ohnmächtig, hilflos und so, als habe er*sie keinen Einfluss auf das eigene Leben. Ein Gefühl von Fremdbestimmung führt zu Frust und Unzufriedenheit. Wichtig ist, seine eigene Selbstwirksamkeit zu spüren und zu nutzen und sich vom Denkmuster „Wieso immer ich?“ zu lösen und es durch „Was kann ich daraus lernen?“ zu ersetzen.

 

In dem Moment, in dem wir für uns, unser Leben, unser Handeln und die Konsequenzen daraus die Verantwortung übernehmen und erkennen, dass wir denk- und handlungsfähig sind, bekommen wir einen immensen Handlungsspielraum und die Macht, Dinge zu ändern bzw. besser mit ihnen umzugehen. Wir können aktiv ins Geschehen eingreifen und Entscheidungen treffen und sind nicht [mehr] abhängig von anderen Menschen, ihren Entscheidungen oder äußeren Umständen.  

 

2. Akzeptanz

Diese äußeren Umstände führen uns zum nächsten Punkt: Es gibt unkontrollierbare Dinge im Leben, die sich von Dir nicht verändern lassen. Diesen Umstand zu akzeptieren bringt Dir einen ordentlichen Energiegewinn und mehr Handlungsspielraum für die Dinge, die du tatsächlich ändern und beeinflussen kannst. Denn, was nützt es seine Energie in etwas Unveränderbares zu investieren, wenn Du Dich genauso gut auf einen positiven Nutzen der Situation fokussieren kannst? Wenn Du einerseits die Umstände als gegeben akzeptierst und Dir andererseits die Frage stellen kannst "Was kann ich daraus lernen?".

 

3. Zukunftsplanung

Ziele geben unserem Leben einen Sinn und die nötige Motivation, um Tag für Tag das Bett zu verlassen. Dabei können das berufliche oder private Ziele sein - Hauptsache ist, dass sie in der Zukunft liegen und Du dich darauf freust oder motiviert bist, sie zu erreichen. Das stärkt die psychische Gesundheit, gibt uns Halt und Kraft und die Hoffnung, dass sich etwas ändern kann und der aktuelle Moment auch nicht von ewiger Dauer ist. Wichtig ist, diese Ziele realistisch-optimistisch zu setzen und die Zukunftsplanung so zu gestalten, dass sie auch erreichbar ist – sonst ist der Frustfaktor garantiert. 

 

4. Lösungsorientierung

Für jedes Problem gibt es eine Lösung! Die Frage ist, welche Perspektive wir einnehmen. Dennoch kann man üben sich auf mögliche Lösungswege zu konzentrieren, anstatt unnötig Zeit und Energie in das Exerzieren der Problemsituation zu investieren. Natürlich ist es wichtig, das Problem zu kennen, aber noch wichtiger ist, wie man es beheben kann und welche Ressourcen dafür genutzt werden können. Welche Mittel stehen Dir zur Verfügung, um die Lösung herbeizuführen?

 

5. Optimismus

Auch in Krisensituationen oder alltäglichen Konflikten ist es wichtig sich nicht in Frust und Ärger zu verlieren, sondern sich bewusst zu sein, dass diese Momente nicht von Dauer sind. Zuversicht, dass Lösungen für derzeitige Probleme gefunden werden und Hoffnung in „gute Zeiten, die noch kommen werden“. Das heißt allerdings nicht, dass Frust und Ärger „nicht existieren“ oder weggeschoben werden sollen - Alle Gefühle & Emotionen sind wichtig in ihrer Existenz und in ihrem Gefühlt-werden-wollen. Aufgestauter Frust schlägt sich langfristig auf die Gesundheit, ebenso wie ein gesunder Optimismus.

 

6. Netzwerkorientierung

Verantwortung und Selbstwirksamkeit haben außerdem zur Folge, dass man selbstsicherer und sich seiner Selbst bewusster wird. Zu erkennen, dass man ein Problem nicht allein bewältigen kann wird nicht länger als mögliches Zeichen von Schwäche oder Scheitern gesehen, sondern als völlig akzeptable Handlung und Lösungsweg. Unterstützung und Hilfe in Anspruch zu nehmen und ein soziales Netzwerk sind hilfreich für psychische und seelische Gesundheit und Wohlbefinden.

 

7. Erholung

Oft ein halbherzig behandeltes Thema, das auch irgendwie als „notgedrungen“ betrachtet wird. Dabei sind Erholungsphasen ebenso wichtig wie alle anderen auch, wenn nicht sogar ein bisschen mehr – wenn der Akku Deines Smartphones leer ist, kannst Du es nicht mehr benutzen. Wenn ein Becher leer ist, kannst Du nicht aus ihm trinken  - es sei denn, Du gießt etwas nach. Vergiss nicht, dass Dein Wohlbefinden und auch Deine Leistungsfähigkeit erheblich davon abhängen, wie viel Rücksicht Du auf Dich und Deine Ruhebedürfnisse nimmst - und Deinen Becher wieder auffüllst.